Wie weich darf ein Chef sein?
Shownotes
In dieser Folge sprechen Jens und Jörg über das traditionelle Bild der unfehlbaren Führungskraft und die Frage, wie viel Verletzlichkeit im Management erlaubt ist. Viele junge Führungskräfte glauben, sie müssten einen harten, kühlen Avatar annehmen und eigene Überforderungen verstecken.
Die Diskussion beleuchtet, warum das Unterdrücken von Emotionen in der Regel kontraproduktiv ist, da Mitarbeiter Unauthentizität und unterdrückte Ängste ohnehin spüren.
Es wird erläutert, wie das offene Adressieren von Sorgen im Team durch gemeinsamen Kontext, Vorbereitung und erlebte Selbstwirksamkeit letztendlich zu mehr Handlungsfähigkeit und einer stärkeren Vertrauensbasis führt. Bis zum nächsten Mal, haltet durch und bleibt entspannt! Euer Jens, Jörg und Gustav.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir werden ja schon immer wieder konfrontiert mit dem unfehlbaren, souveränen
00:00:05: Bild
00:00:06: der Führungskraft.
00:00:08: Können wir uns vielleicht sogar ein anderes Maß von normalen Menschlichkeit
00:00:12: erlauben in diesen Führungsräumen?
00:00:14: Ich sage immer die größte Arroganz der Fühlung ist zu glauben dass der Gegenüber nicht merkt wie man drauf ist!
00:00:20: Wir sind hier Energiewesen und strahlen das
00:00:23: aus.
00:00:24: Es ist absoluter Blödsinn.
00:00:25: Die Leute kriegen es nur
00:00:26: gesündet Hibt das an die Oberfläche was sowieso immer
00:00:29: da.
00:00:29: Es macht es sichtbar
00:00:31: und damit macht
00:00:31: das es behandelbar.
00:00:33: Ich lasse mich doch viel lieber von jemandem führen, dem ich zutraue dass der meine Erlebniswelt verstehen kann, was dir die Naht fühlen kann.
00:00:48: Hallo und herzlich willkommen ihr Lieben.
00:00:50: zur nächsten Folge von Stark im Sturm!
00:00:53: Bei mir ist wieder mein Lieber-Liebster Koos Deyens Und das Thema heute ist, wie weich darf der Chef sein.
00:01:08: Das Weichei die Lusche.
00:01:12: Also das was wir beobachten ganz oft ist dass Menschen die eine Führungsolle übernehmen und zur Führungskräften werden, ja eine gewisse, die legen einen gewissen Avatar an, der kühler ist, härter ist, vordernder ist, stärker Ähnlicher emotional, nicht so nah war und so weiter.
00:01:39: Also ganz viele Paradigmen die damit eine herkommen dem man glaubt So muss ein Chef sein.
00:01:48: Wir dürfen das alles jetzt mal auf den Prüfstand stellen.
00:01:51: Ist das wahr?
00:01:52: Nur weil ich das bei meinem Chef vielleicht von der wem ich von dem Ich die Verhaltensweise oder das Programm übernommen habe.
00:01:59: macht es das deswegen wahr?
00:02:00: Oder können wir uns vielleicht sogar ein anderes Maß von Normalmenschlichkeit erlauben in diesen Führungsrollen.
00:02:10: Und was würde das denn tatsächlich mit meiner Führungseffektivität machen, wenn ich mir plötzlich erlaubEN würde den Stress, den ich empfinde auch zu zeigen oder meine Sorgen auch zu zeigen?
00:02:26: Also quasi führungskraft zu sein und dabei ein Stino also ein stinknormaler Mensch?
00:02:34: Also Hollywood würde klar sagen es geht auf keinen Fall, weil da sind die Helden vielleicht in letzter Zeit ein bisschen verletzlicher.
00:02:43: Ja also auch der James Bond blutet jetzt mittlerweile das war ja früher nicht so aber klopft sich trotzdem immer noch den Dreck ab und überlebt jeden Hubschrauberabsturz.
00:02:54: Und auch natürlich der Häuptling, der nicht vom Pferd fällt sondern da stolz da oben sitzt und mit Stein an Amine, sämtliche Qualen erduldet.
00:03:09: Also wir werden ja schon immer wieder konfrontiert mit dem unfehlbaren souveränen Bild der Führungskraft.
00:03:19: Und deswegen wundert mich das natürlich auch nicht dass das irgendwo Das ist, was die Leute anstreben.
00:03:25: Weil sie nichts anderes sehen und der die Führungskraft in sich zusammenbericht und seiner Belastung nicht standhält werden auch häufig aus den Systemen entfernt weil wir halt alle mal beobachtet haben wenn jemand emotional wird dass das System damit nicht umgehen kann.
00:03:53: Insofern glaube ich, ist das eine ganz schwierige Thematik wenn ich Führungskraft werde nicht dem Glauben zu verfallen dass ich jetzt Härte und Nahrbarkeit an den Tag legen muss um erfolgreich zu sein.
00:04:09: Weil du sagst gerade mit Härt und Nahbarkeit das ist ja auch ne Emotion.
00:04:12: also wie demonstriere ich Härte und Nahbarkeit?
00:04:15: indem ich sozusagen die die die Emotion des Wuts des Anspruchs der Kritik.
00:04:20: Also sagen wir fast schon was aggressives, das ist okay.
00:04:22: Dann bin ich ein harter Knochen und dann bin ich stringent.
00:04:29: Es ist die Emotion des... Ich weiß gerade nicht weiter.
00:04:33: Ich fühle mich überfordert.
00:04:35: Und ich kann mit der Situation grade nicht umgehen oder es liegt mir nicht oder dergleichen.
00:04:40: Das sind die weicheren Emotionen sozusagen wo das System sagt.
00:04:47: So weil's ja kein Chef.
00:04:53: Ich betreue viele oder einige CEOs, die in Sonder-Situationen sind persönlich.
00:05:00: Weil sie eben auf Gas und Bremse gleichzeitig stehen.
00:05:04: Auf der einen Seite gibt es Sondersituationen, gibt es besondere Herausforderungen und gleichzeitig dieser Imperativ nach außen hin muss ich immer zeigen dass ihr alles unter Kontrolle habt das ich komplett gerade Auslaufe alles im Griff habe, die zu gut vorhersehen kann dass irgendwie nichts passiert.
00:05:20: Und wenn was passieren muss, dann passiert das weil ich das so entscheide und nicht weil irgendwelche externen Kräfte einfach so dafür sorgen.
00:05:27: Dann kommen diese Menschen nach Hause die liegen diese Persönlichkeit zuhause auch nicht ab.
00:05:32: Ja?
00:05:33: So, denn weil sie sind ja große Zampanonen, da sind sie dann noch ganz oft Zuhause.
00:05:38: Und werden das eigentlich nirgends wohl los ohne.
00:05:43: jetzt kommt der Punkt in der gilt für alle Hierarchiestufen Die werden das nicht los, weil sie Angst davor haben wenn sie sich mit dem öffnen was wirklich in ihnen vorgeht.
00:05:52: Dass ihr eine Ablehnung erfahrt.
00:05:56: Dass man ihnen die Fähigkeit abspricht von ihrer Persönlichkeitskonstitutionen die Rolle des Chefs noch auszufüllen.
00:06:04: Ich würde noch einen Schritt weitergehen und sagen Sie kommen alleine schon nicht mit der Irritation klar dass sie etwas anderes gerade spüren als das was sie glauben Spüren zu müssen in ihrer Rolle geschweige denn, dass sie sich dann auch noch in der Lage in die Lage sehen, das mit der Außenwelt zu kommunizieren.
00:06:25: Aber die irritieren sich ja schon selber.
00:06:28: Also quasi ihr war es ich gegen ihren Avatar?
00:06:32: Ja, also das soll ich gegen das ist ich.
00:06:37: Damit kommen ja viele schon nicht zurecht.
00:06:39: wenn Sie jetzt plötzlich merken... Ich bin gestresst und habe jetzt irgendwie tatsächlich ein mulmiges Gefühl, ich habe Ängste.
00:06:47: Ich weiß nicht mehr weiter das überhaupt anzuerkennen und zuzulassen würde natürlich der Souveräne soll CEO nie machen.
00:06:58: Denken die?
00:06:59: Denkt man!
00:07:01: So,
00:07:01: jetzt
00:07:02: mal durchspielen besonders wir sind ja hier.
00:07:06: unsere Zielgruppe sind ja die ambitious Young Leaders die dich ja noch gut in der Position sind, sich zu fragen.
00:07:14: Muss ich mir den Scheiß antun oder nicht?
00:07:18: Lass uns doch mal genau da reingehen und sagen was würde denn passieren wenn wir das zulassen?
00:07:22: Lassen wir mal versuchen das zu simulieren!
00:07:24: Ich bin in einer Situation, es ist eine herausfordernde Geschichte mit Abteilungen muss viel leisten in einer sehr engen Zeit und man beobachtet als junge Führungskraft dass die Mannschaft überfordert ist.
00:07:35: Man hat gerade den Anruf vom Chef bekommen, der sagt hier, das ist deine große Bewährungsprobe.
00:07:41: Bin ich mal gespannt, ob du das irgendwie pünktlich geliefert kriegst usw.
00:07:44: Befort?
00:07:44: Also dann kehren wir mal so ein schönes Spannungsfeld!
00:07:49: Was würde denn passieren wenn wir das Paradigma mal wechseln und sagen... Und der Chef würde gleich ganz klar hingehen mit der Mannschaft sagen, so Leute, wir haben dir um die Aufgabe.
00:08:02: also ich kann sagen nicht für meinen Teil Ich fühle mich schon sehr heraus gefordert.
00:08:08: wie geht es euch denn?
00:08:12: Ja, was würde dann passieren?
00:08:16: Jetzt sagt die eine Partei sagt, es würde dazu führen dass die Leute den Glauben an die Führung verlieren.
00:08:28: Weil der ist ja unsicher und er hat keine Antwort.
00:08:33: und wieso sollte ich dann jemandem folgen, der nicht weiß wohin will und der seine Emotion nicht im Griff hat Der normale Mensch, der stinknormale Stino, der stinknormale Mensch dem es wahrscheinlich in der Situation ja ähnlich geht.
00:08:52: Er würde wahrscheinlich sagen Gott sei Dank ich bin nicht alleine mit meinen Gefühlen und ich bin ganz froh dass auch der die Chefin ich sag mal menschlich ist und auch diesen Druck verspürt.
00:09:16: Das wäre mein erster Gedanke, dann ist der zweite Gedankel dieses Okay so what?
00:09:23: Also dann würde ich sofort in die Beobachtung gehen und sagen okay wie geht er oder sie jetzt mit dieser Emotion um?
00:09:31: Und was bedeutet das letztendlich für mich dass meine Chefin in dieser Emotion ist?
00:09:39: Also ich such dann schon auch direkt wieder die Perspektive und erwarte konstruktives Umgehen mit der Emotion von meinem Chef.
00:09:52: Jetzt müssen wir nochmal dabei ergänzen, noch mal sagen wenn wir einen wirklichen Like for like Vergleich machen das ist ja wir haben den Chef der so empfindet wie er empfindete oder er sie empfindets wie erfindet uns tut als wäre es nicht so oder zeigt wie es ist.
00:10:13: Die Empfindung, die kann die Führungskraft gar nicht beeinflussen.
00:10:21: Die Frage ist, legen wir ein Schauspiel drüber?
00:10:24: Oder nicht?
00:10:25: Also ganz ehrlich, da mag ich allein sein mit meiner Meinung aber wer nicht mehrere Jahre am Broadway oder in Wien auf der Schauspielschule, oder im Los Angeles war und das Schauspiel wirklich gelernt hat.
00:10:45: Und in der Lage ist tatsächlich Emotionalität sich selber aufzuerlegen und nachzuspielen.
00:10:54: Der fällt sowieso immer auf.
00:10:56: Wir sind keine Schausspieler Und ich sage immer, die größte Aroganz der Führung ist zu glauben dass der Gegenüber nicht merkt wie man drauf ist.
00:11:06: Wir sind ja Energiewesen und wir strahlen das aus und wenn ich unsicher bin und ich gehe bevor Ich Bin sicher Wenn ich Angst habe und ich Gehe Bevor Ich Bin angstfrei Dann gibt es eine Dissonanz.
00:11:21: Das heißt der Gegenüberspürt Irgendwas stimmt hier nicht
00:11:27: Fantastisch und er kommt dazu was die sich dann vorstellen, was denn möglicherweise alles nicht stimmen könnte.
00:11:33: So, genau!
00:11:34: Ist immer schlimmer als das, dass es tatsächlich ist...
00:11:36: Jaaa, so ist es!
00:11:38: So ist es, das heißt, das heisst... Aber
00:11:39: Sonja Ska hat eben einen super wichtigen Punkt gemacht.
00:11:42: Der Avatar ist sowieso ein hoffnungsloses Unterfangen.
00:11:47: Es ist absoluter Blödsinn.
00:11:49: Die Leute kriegen es sowieso mit Ja, so.
00:11:52: Das ist übrigens auch so in jeder Ansprache Betriebsversammlung sonst irgendwas.
00:11:57: Ich weiß hier irgendeiner unserer Schlauen Denke hat mal gesagt das Volk versteht alles falsch und fühlt alles richtig.
00:12:02: So, es ist tatsächlich so wenn da vorne jemand steht der eine vorgefertigte Präsentation die durch legal umsonst irgendwas gelaufen ist damit man auch Janik sagt was irgendwie der Betriebesrat einem später um die Warnung haben könnte oder was auch immer Es kommt nichts davon an, es ist genau dieser Punkt.
00:12:24: Die Leute machen sich zehnmal mehr Kopf darüber was den möglicherweise sein könnte und dann ist ja so von dem umgang damit.
00:12:33: die leute können auch sagen hey der hat das recht mich zu führen weil es ist ja ganz oft die Entscheidung ob ich führungskraft bin oder nicht treffe nicht ich sondern treffen die leuten die sich vor mir führen lassen.
00:12:44: Eigentlich müsste man nicht leadership sondern followership sagen, weil die Entscheidungen von anderen.
00:12:50: Und wenn ich ... Ich lass mich doch viel lieber von jemandem führen, dem ich zutraue dass der meine Erlebniswelt verstehen kann.
00:12:58: Dass er die nachfühlen kann nicht intellektuell verstehen sondern nachfüllen kann.
00:13:03: ja so und das ich und da ist die Tatsache dass ich Angst habe etwas ist was auf Verständnis stößt weil die See hat er auch
00:13:13: Ja und ich mein ich hab ja die Möglichkeit.
00:13:15: und da kommen wir jetzt wirklich zu einem ganz wichtigen Punkt wie gehe ich jetzt in der Kommunikation mit meinen Teammitgliedern, mit meiner Emotionalität um.
00:13:27: Ich habe ja die Möglichkeit und auch die Notwendigkeit Kontext zu geben.
00:13:31: also Beispiel ich hab Angst dass die Deadline nicht gehalten wird und wir den Release des Produktes nicht rechtzeitig hinkriegen.
00:13:45: Wovor habe ich denn Angst?
00:13:48: Ich habe natürlich Angst davor vor Sicherheit, Perspektive und Kontrolle immer diese Themen.
00:13:55: Ich habe Angst dvor dass wir vielleicht... Dass ich meinen Job verliere!
00:14:02: Dass wir eine Budgetkürzung hinkriegen.
00:14:04: Dass man uns das Mandat einschränkt.
00:14:08: Dass wir jemanden an die Seite gestellt kriegen der uns jetzt als Kontrolletti den Rest des Prozesses begleitet und wir die Freiheit der Entscheidung verlieren.
00:14:19: Ich habe Angst davor.
00:14:21: in der Karriere der nächsten Schritt, was auch immer!
00:14:24: Es sind ja immer irgendwelche Annahmen, die ich treffe nachdem ich die Situation für mich beobachtet habe bewährte und das zu teilen mit den Leuten ist ja durchaus möglich.
00:14:38: also wenn ich den Leuten sage... Also ich mache mir wirklich Sorgen dass wir das Produkt nicht richtig fertig kriegen.
00:14:46: Und meine Sorge ist, dass wir dadurch das Vertrauen der vorgesetzten Einheit verlieren und wir unter Umständen nicht mehr mit derselben Freiheit oder demselben Mandat und vielleicht auch nicht mit dem selben Budget zukünftig weiter in der Produktentwicklung arbeiten
00:15:04: können.".
00:15:05: Und diese Sorge führt mich natürlich dazu, dass ich jetzt sage wir müssen uns Gedanken machen.
00:15:13: Wie gehen wir mit der aktuellen Situation um?
00:15:16: Ich habe das absolute Vertrauen in uns als Team, dass wir die Sorge ernst nehmen und dann aber auch eine Lösung dafür finden.
00:15:23: Das heißt dann habe ich Kontext gegeben.
00:15:26: Ich habe meine Sorge, meine Angst sozusagen Raum gegeben.
00:15:30: Ich hab einen Kontext mitgeliefert und ich habe gleichzeitig im Sinne meiner Führungstätigkeit daraus dann ein Handlungsrahmen erarbeitet sozusagen den ich damit dem Team auch ausfüllen will um dieser Sorge entgegenzutreten.
00:15:47: Und das ist etwas was auf jeden Fall Im team verstanden wird Auch wenn die nicht diese Sorge teilen weil sie andere Sorgen haben vielleicht.
00:15:57: Sie können das nachvollziehen und umgekehrt dann die Frage auch mal in die Runde zu stellen, okay wenn ihr das ganze jetzt hier so beobachtet was habt ihr denn für Sorgen?
00:16:07: Was habt Ihr denn für Bedenken?
00:16:09: Was glaubt ihr könnte passieren und wie soll man damit umgehen?
00:16:13: Dann öffne ich genau diesen Raum den ich gerade selber auch betreten habe damit dann diese Ängste und diese Sorgen einfach mal auf den Tisch sind, und man gemeinsam im Kollektiv dann diese Themen aufnehmen
00:16:26: kann.
00:16:28: Also ich glaube das dieser Schritt die einmal anzunehmen... Ich glaub da sind wir noch gar nicht so sehr beim Wegmachen oder beim Lösen weil es ist ja auch so ein what you resist persists.
00:16:38: also je mehr du die Angst wegkriegen willst desto mehr lädt sich eigentlich auf.
00:16:42: Das manchmal wirklich hinzugehen zu sagen das ist okay die dürfen wir haben.
00:16:49: Ich komme mal zurück zu dem, was wir im letzten Podcast hatten.
00:16:54: Wir werden nie mehr tun können als das Beste im E und Jetzt mit den Mitteln die wir haben so also auch immer noch hinzugehen.
00:17:02: manchmal ist es so wir haben Angst weil wir nicht durch den Nebel gucken können.
00:17:06: ja aber jeder der durch den nebel läuft kennt dass du kannst nur drei Meter gucken.
00:17:09: wenn eine dreimeter geht kann sie die nächsten drei Meter wieder sehen.
00:17:14: Und ich glaube, das ist in der anderen Folge schon mal davon gesprochen wie es auch gerade in der Analogie zur Führung im Militär bist du ja dauerhaft
00:17:22: in
00:17:23: ernsthaften Gefahrensituationen.
00:17:25: Also du führst ja permanent
00:17:27: in
00:17:28: Gefahrenssituationen also bis hier permanent in diesem Umfeld und keiner der Leitenden Offiziere kann behaupten, dass ihm der Krieg nichts ausmacht und dass das nix ausmachte wenn irgendwelche Patronen bomben Raketen sonst was einem um die Ohren fliegen.
00:17:43: Und ich denke, man kann mich daran zu erinnern wie du das mal entsprechend geschildert hast.
00:17:50: Das auf der einen Seite gibt es die Angst, die erkennen wir auch anders, die so ist.
00:17:54: aber es ändert nichts da dran dass wir hier und jetzt eine jetzigen Situation mit den Mitteln, die wir haben das tun müssen was jetzt getan werden muss.
00:18:04: Aber es kostet deutlich und das ist der Punkt, es koste deutlich weniger Energie Wenn man das tun kann, ohne dass man auch noch versuchen muss die Angst zu verstecken oder die die Emotionen zu versteckten und vor allen Dingen die auch verstoffwechseln zu können.
00:18:20: Also manchmal ist ja so, dass ich sage mal dieses Konzept von ungeweihtem Tränen.
00:18:25: Ich würde nicht sagen, dass der Arbeitsplatz einer Psychotherapie Session werden muss aber es geht einfach um die Zulassung, um das zulassen dessen, dass das Raum haben kann.
00:18:34: damit muss man das nicht gruselig aufladen Aber es macht die ganze Sache ehrlich.
00:18:42: Naja, es hebt das an die Oberfläche was sowieso immer da ist.
00:18:50: Das macht es sichtbar und damit macht es behandelbar.
00:18:54: Es macht es adressierbar und es macht es im Team auch bewusst Und es macht zu etwas normalen Was wichtig ist um dem Ganzen nicht zu viel Gewicht zu geben.
00:19:11: Wir sind ja emotionale Besen Und wenn ich jetzt wieder an die Aussage anknüpfe, wie viele Menschen von uns auch psychisch belastet sind.
00:19:23: Wir kommen ja sowieso mit Emotionalität in den Job.
00:19:26: Es ist ja sowiso da und natürlich entstehen Rahmenbedingungen, die das vielleicht sogar noch verstärken.
00:19:34: Warum soll ich das nicht aufnehmen?
00:19:36: Bei Militär galt es immer... Ich habe die Verantwortung, die Moral der Truppe hochzuhalten.
00:19:43: Das heißt, es war völlig klar dass ich die Emotionalität meiner Mitarbeitenden auch aufnehme.
00:19:50: Gerade beim Militär man kann's nicht glauben.
00:19:52: aber wenn die Menschen müde sind, wenn sie nichts zu essen haben, wenn die Angst haben vor irgendwelchen persönlichen Schäden Wenn die mit der Situation irgendwie überfordert sind dann kommt das immer zur Emotionalitet.
00:20:08: Das ging sogar so weit, dass mich mal zwei Leute versucht haben.
00:20:12: Also die wollten mich erwürgen!
00:20:14: Weil sie so einen Hass hatten auf die aktuelle Situation.
00:20:18: Ich habe Leute, die haben die Fassung verloren ich habe Leute die haben geweint.
00:20:23: Die haben vor Angst gezittert.
00:20:25: Das heißt Emotionalität im Militär war tagtäglich da und ich hatte als Vorgesetzter die verdammte Pflicht und Schuldigkeit diese Emotionalkeit auch aufzunehmen Und dafür Sorge zu tragen, dass die Leute ihre Ängste ein Stück weit verloren haben und wieder Zutrauen zur Führung und zur Gesamtsituation gefasst haben.
00:20:49: Weil alles anderes alternativlos die Leute mussten ja dann auch wieder ins Gefecht sozusagen so.
00:20:56: Diese Emotionalität im Arbeitsleben, in der Wirtschaft ist ja gar nicht sichtbar.
00:21:04: Weil wir die komplett unterdrückt haben und überhaupt kein Raum noch nie dafür da war.
00:21:11: aber trotzdem muss sie als Führungskraft und gerade deswegen noch sensibler sein bezüglich der Stimmung im Raum sozusagen und das dann auch adressieren
00:21:23: und jetzt meist mal gerne so ein bisschen überspitzt.
00:21:28: Und also zu sagen, reist dich zusammen, ja?
00:21:37: Reist dich zusamm'n sonst wird das hier nix, also sonst kriegst du noch den Luschenstempel oben drauf, also dann wird's reist sich zusammen, sonst wird es noch gefährlich oder sonst gebe ich dir einen guten Angst zu haben!
00:21:47: Also all das was dahingeht macht die ganze Sache nur noch tragisch.
00:21:52: Jetzt bleibt man bei der Lösung.
00:21:54: Was hilft
00:21:55: denn?!
00:21:56: Was doch total hilft, ist das Thema Selbstwirksamkeit.
00:22:00: Als wir in den frühen Phasen vom Säbelzantiger waren, dann haben wir immer den Säbelzantiga gestreichelt.
00:22:05: Ja, indem wir hingegangen sind und nochmal diesen Bewertungshelfer hergenommen haben... ...ist denn die Grundlage für die Angst überhaupt da?
00:22:15: Ich empfinde den jetzt aber lass uns noch mal angucken!
00:22:17: Ist er so warm?
00:22:19: Was kann im schlimmsten Fall
00:22:20: passieren?!
00:22:22: Und es ist auch gar nicht so schlimm.
00:22:23: Sind wir denn wirklich so unmächtig oder...?
00:22:25: Also somit sie Energie ins Angst haben bringen oder so mal einfach ran klotzen.
00:22:29: Lass uns doch mal eine Machbarkeitsstudie machen, kriegen wir das hin?
00:22:32: Wenn wir jetzt in seiner Nährungssituation hast du das ja ganz oft.
00:22:36: Ja, wo?
00:22:36: dann siehst du eine herausfordernde Situation und sagst da guck mal wenn dein Leben davon abhänge das jetzt hinzukriegen wird es jetzt schon Selbstmord begehen aus Angst vorm Tod?
00:22:44: oder würdest du sagen hey wir nehmen ein anderes Risiko in Kauf aber probieren wollen muss doch mal.
00:22:51: So dass man das also trotz alle dem macht und hing ihn dann feststellt in Referenz-Erfahrung.
00:22:58: Das fühlte sich zum Anfang total gefährlich an, war es am Ende aber gar nicht.
00:23:03: Und da kommt meines Erachtens der große Führungsteil hin, nicht die Angst wegzumachen sondern die Anzuerkennen im jeweiligen Moment.
00:23:10: Dann haben wir zu sagen okay, die kriegen wir weg durchmachen.
00:23:15: Wir gehen das Ding mal an, wir responden, wir machen gemeinsam von uns selbst wirksam.
00:23:21: Machen die Ideen zusammen, nicht der Chef alleine zusammen, wie kriegen wir es denn hin?
00:23:25: Wie teilen was denn auf.
00:23:27: Was gibt so tolle Ideen?
00:23:28: bin ich wieder bei der Band die alle den alles dem Lied unterordnen vor allem zusammen entsprechend kollaborieren um vielleicht den Weg dahin zu bringen.
00:23:38: und dann verschwindet die Angst zehnmal schneller als auf jedem anderen Weg Denn sie verschwindelt nicht.
00:23:46: Ja und was auch hilft ist Preparedness wie man so schön sagt.
00:23:50: also bei der Bundeswehr gab's das Thema Drillmäßiges üben.
00:23:54: Das heißt also wenn ich etwas so gut kann, dass sich es im Schlaf kann dann weiß ich egal was passiert.
00:24:01: Ich bin mir meiner Fähigkeiten bewusst und kann auf meine Fähigkeit vertrauen.
00:24:06: das erste Punkt und der zweite Punkt ist Szenario Planning.
00:24:09: Dass ich sage okay ich gehe verschiedene Szenarien durch und entwickeln dann entsprechenden Handlungsstrangen mit der Folge in fast allen Fällen, die da so passieren könnten.
00:24:22: Da bin ich handlungsfähig und ich weiß als Team auch was zu tun ist.
00:24:25: das heißt Ich bleibe tatsächlich handlungsfähig Und daraus entsteht natürlich eine Selbstwirksamkeit Auch ein Selbstvertrauen dass egal was da so kommen könnte In der Zukunft wir auf jeden Fall Handlungs fähig bleiben und Eine Lösung finden für die Herausforderung Die sich uns darstellen.
00:24:47: Das würde sagen ist ein fantastisches Schlusswort
00:24:51: Ja, dann bis zum nächsten Mal.
00:24:53: Bleibt stark jetzt froh!
00:24:54: Genau und
00:24:58: martitut.
00:25:00: Und wenn irgendeiner von euch eine Super-Story im eigenen Unternehmen erlebt wird ihr herzlich willkommen die uns zuzusenden mit unseren Kontakt zu treten und vielleicht machen wir man der Episode gemeinsam weil ich glaube ein paar erfolgreiche Kriegsgeschichten freuen uns natürlich sehr drüber die mit euch zu teilen die auch jeden anderen Hörer sehr ermutigt.
00:25:22: Auch immer jeden einzelnen Säbelzantiger nacheinander zu zähmen, sodass sich Stück für Stück immer weniger
00:25:29: werden.".
00:25:30: Und wenn es euch gefallen hat dann bitte kommentiert, liked, teilt und verbreitet den Stark im Sturm Podcast in eurer Community!
00:25:37: Denn so helfen wir uns gegenseitig dabei, in ungewissen Zeiten stark im Sturm zu stehen.
00:25:44: Bis zum nächsten Mal, macht's gut – euer Jens &
00:25:47: Jörg Arvidarci!
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