KI nutzen zum Aufbrechen alter Strukturen

Shownotes

Warum glauben wir im Management oft, die Zeit stünde still und alte Prozesse ließen sich einfach bewahren , anstatt uns der drängendsten technologischen Pflicht zu stellen: den rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz mutig in die eigene Organisation zu tragen?

In dieser Episode dekonstruieren Jens Alsleben und Jörg Weidenfeld den weit verbreiteten Irrglauben, dass man auf Vorgaben von oben warten kann, um neue Technologien zu implementieren. Sie entlarven das Festhalten der etablierten Schichten an veralteten Strukturen und stellen dem die absolute Notwendigkeit für Ambitious Young Leaders gegenüber, selbst in den Lead zu gehen. Statt auf formelle, jährliche Trainingsprogramme zu warten , fordern sie den kompromisslosen Aufbau von kontinuierlicher Fortbildung im Wochentakt und das proaktive Aufbrechen bestehender Prozesse durch die junge Führungsgeneration.

Anhand griffiger Bilder – vom anfänglichen Krabbeln bis hin zum Marathonlauf – machen die beiden klar: Wahre technologische Führung bedeutet, mit Demut anzuerkennen, dass alte Erfahrungswerte im KI-Zeitalter oft wertlos sind. Sie zeigen auf, dass das Fundament für diesen Wandel darin liegt, im eigenen Wirkungsbereich genau die unliebsamen Aufgaben und das lästige Reporting zu automatisieren, die ohnehin niemand gerne macht. Ein intensiver Blick auf die neuen kollaborativen KI-Agenten zeigt, warum die Maschine nicht nur abarbeitet, sondern Freiräume für echte menschliche Kreativität schafft.

Dabei wird klar: Wer in einem Unternehmen arbeitet, das sich diesen Entwicklungen verschließt, verliert unweigerlich den Anschluss und die Wettbewerbsfähigkeit. Wahre Leadership zeigt sich hier in der konsequenten Nutzung von KI, um die "Menschzeit" – die wertvolle Zeit im direkten, vertrauensvollen Kontakt mit Kunden und Teams – radikal auszudehnen. Ein eindringlicher Appell, kompromisslos durch Push und Pull für den technologischen Wandel einzustehen , denn am Ende ist mehr Zeit füreinander der größte Wert, den die Automatisierung im Sturm wirklich bringt.

Bis zum nächsten Mal, haltet durch und bleibt entspannt! Euer Jens, Jörg und Gustav.


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Jens Alsleben: Ja, ein herzliches Moin, ihr Lieben. Herzlich willkommen zur nächsten Folge von Stark im Sturm. Der liebe Jörg. Moin, Jörg. Grüß dich. Der liebe Jörg und ich, wir sind schon wieder im Vorgespräch, haben uns schon wieder heiß gelaufen. Heute ist das Thema. Haben wir eigentlich noch die Zeit, irgendwas so beizubehalten, wie es ist? Oder müssen wir jetzt schon wieder alles im Sinne von?

Weidejo@me.com: Moin, lieber Jens. Moin an alle, zuhören.

Jens Alsleben: Claude und Orpen-Claude und so in Frage stellen und nochmal einen Zahn zulegen. Und was heißt das eigentlich für euch? Junge, ambitionierte Führungskräfte da draußen, wenn ihr in einem System unterwegs seid, wo die Alten wie die Lämschicht immer noch die Hand über den Prozessen halten und das, was KI ersetzen könnte, ich sag mal, versuchen wollen zu bewahren und ihr insgeheim genau wisst, das geht in die falsche Richtung. Wenn die so weitermachen, dann verlieren wir hier den Anschluss. Und wie es euch dabei geht und mit diesem ganzen Irrsinn, da draußen technologisch sich anbahnt, da wollen wir heute mal die nächsten 15, 20 Minuten drüber reden. Jörg, du hast ja auch eine KI-First-Bude jetzt am Laufen und du hast mir ja im Vorgespräch berichtet, dass du regelmäßig die Krise kriegst und dir die Kinnlade runterklappt im Wochentakt, was jetzt die Maschine mittlerweile alles kann. Willst du mal deinen Blick auf, Gott, die neue Technik macht uns irre, mal schildern?

Weidejo@me.com: Ja, also ich bin noch begeistert mich, bevor sie mich irre macht. Aber es ist tatsächlich so, dass bei uns im Motto, gesagt, ich habe einen Mitgründer eines Startups im Einkaufbereich, wo die KI sozusagen mit den kompletten Spenddaten entsprechend umgeht, aber auch dabei hilft, wie das Marketing und die Geschäftsentwicklung und dergleichen funktioniert. da also zu sehen, wie die hiesigen Agenten funktionieren. Also letzte Woche haben wir gespielt mit Paperclip. Das ist also quasi, eine komplette Organisation aufgebaut werden konnte. Von einem Agenten CEO bis zu einem Agenten Qualitätsprüfer, Marketing Professional, Copywriter und so weiter und so fort. Und die Ergebnisse liefern erst mal miteinander kollaborieren. Ich glaube, das ist was, was noch die wenigsten auf dem Schirm haben, dass also die einzelnen KI's nicht mehr nur eine Promtmaschine sind, wie man's gemeint. von Cheggie Bitti kennt, sondern dass es mittlerweile Modelle gibt, die sehr, sehr effektiv mit Funktionskompetenzen und ganz bemerkenswerten Fähigkeiten, die gut angelernt wurden, der Lage sind, miteinander zu kollaborieren, auch gegenseitig Qualitätsprüfungen zu machen, das richtig auszurichten auf einen idealen Customer Profile und dergleichen, also wie viel diese Maschine im ersten Versuch verstanden hat von dem, was wir wollen. aufgrund von sehr rudimentären Informationen. Das war wirklich hochgradig erstaunlich. Und wie die zusammen kollaborieren und ein erstes Arbeitsprodukt liefern, sage ich jetzt mal was, 90 Prozent ideal ist, ist erstaunlich. Es ist wirklich erstaunlich. Und wenn man diese Maschine sieht und mal die Entwicklung, ich ein bisschen zurückgucke, wann das erste Mal chat.gpt kam und ich gucke mir an, wie schnell die sogenannte Halbwertzeit der Wissensverdopplung die da Einzug gehalten hat. Und das dann neben die Erfahrungswerte, die ich habe von Veränderungsbereitschaft und Fähigkeit von rigiden Organisationsstrukturen lege, dann sehe ich ein Spannungsfeld, was, glaube ich, da finde ich noch keine Worte für, das richtig zu beschreiben. Und ich denke, die Führungskräfte, die jungen Führungskräfte ganz besonders, die

Jens Alsleben: Hmm.

Weidejo@me.com: mit den Dingen noch mal ganz anders groß werden als wir alten Säcke. Und da gibt es noch viel ältere Säcke, die in Aufsichtsräten und so weiter rumturnen, die noch viel, viel, weiter weg sind davon, dass diese Entwicklungen aber Make-or-Break-Charakter haben für jede Organisation und ihre Wettbewerbsfähigkeit nach vorne. Und wie man das choreografiert als junge Führungskraft, die mitten in der Organisation ist, das haben wir uns mal als Thema rausgesucht für heute.

Jens Alsleben: Ja, und vor allen Dingen, ich junge Führungskraft will ich ja auch arbeitsplatzerhaltend arbeiten. Das heißt, ich will mich ja nicht selber wegrationalisieren. Das ist das eine. Aber auf der anderen Seite muss ich natürlich auch irgendwo das Vertrauen gewinnen, dass diejenigen, Kontrolle haben und Gestaltungsmacht haben über das Unternehmen dann das Ganze auch so richtig einschätzen, wie sie es einschätzen müssten. Und die Frage ist natürlich, wie könnt ihr da draußen als junge Leute die Alten aufschlauen? wie ist sichergestellt, dass ihr ein gemeinsames, auch richtiges Verständnis habt, darüber habt, wie die Prozesse sich unter Umständen verändern lassen durch die KI und dann auch gemeinsam in die Umsetzung gehen könnte? Ich könnte mir vorstellen, dass viele junge Leute da draußen natürlich gern gefragt werden, weil man ja auch weiß als Alterssack, die Jungen, die sind damit aufgewachsen, kennen sich damit aus. Aber das, was ich dann da höre von den Jungen, tatsächlich zu verstehen und dann auch daraus Entscheidungen herbeizuführen, die bestehende Prozesse aufbrechen und Strukturen verändern und so weiter. Das stelle ich mir halt auch extrem schwer vor, weil ich das noch nicht selber gespürt habe. Also wie kriegt man aus deiner Sicht es hin, dass das Wissen und den Erfahrungsschatz, die Jungen haben, Umgang mit KI, dass das auch nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz der Alten ankommt?

Weidejo@me.com: Ich glaube, das erste ist natürlich eine Demut, dass das so ist. Dass also dieses alte Rezept von ich hab ganz viel Erfahrung und einen ganz großen intuitiven Gefühlsschatz, was strategische Entscheidungen angeht, mal die Demut anzunehmen, anzuerkennen, dass man in dem Feld trotz all der Berufserfahrung keine Ahnung hat, weil man in dem Feld keine Berufserfahrung hat. Also jeder alte Sack sozusagen, das meine ich eigentlich ganz liebevoll, wir zählen uns ja dazu. Wenn jeder alte Sackler sagt, es ist die Erfahrung, die mich zu Profi gemacht hat in dem Bereich, muss anerkennen, in dem Bereich Nullerfahrung zu haben. Und damit wäre es nur folgelogisch, sich bei den Entscheidungsprozessen, die diese Themen betreffen, sich mit Menschen zu umgeben, die spezifisch in diesem Feld viel Erfahrung haben, genau das zu nutzen. Diese Demut ist eigentlich eine große Einladung, das einfach anzuerkennen, dass die Dynamiken der aktuellen Geschäftsentwicklung, Geschäftsmodellsentwicklung ohne die KI nicht mehr funktionieren.

Jens Alsleben: Ja, jetzt gibt es natürlich wahnsinnig viele da draußen, die sich dann anbieten als KI-Berater, sind ja auch über Nacht alle absolute KI-Experten geworden. Ja, aber das hilft ja nicht wirklich, mit das von außen da reinzuholen, sondern ich muss ja meine gesamte Organisation von innen heraus umbauen. Ja, ich muss ja auch sicherstellen, dass jeder in meiner Organisation KI-fähig ist. dass jeder in meiner Organisation auch versteht, seiner Rolle, wie kann er die KI da einführen und wie kann er sie und muss er sie tatsächlich auch steuern, führen, anleiten, damit dann in seinem Umfeld auch die Prozesse effizient laufen und kein Bullshit bei rauskommt. Das heißt aber auch, dass die gesamte, ja, ich sag mal... Veränderungsbereitschaft, das ganze Thema der Personalentwicklung, Ausbildungsprogramme, Trainingsprogramme und so weiter, auch prioritätsmäßig jetzt komplett in Richtung KI gedreht werden muss. Wie realistisch ist das denn aus deiner Sicht?

Weidejo@me.com: Ich glaube, es ist absolut imperativ. Wenn wir uns mal hingehen, wir nehmen mal die ganze Zeit von ChatGPT betritt den Markt. Fangen wir damit an. Bis zu den Entwicklungen, die bis heute gelaufen sind. Wo wir sagen, dass jeden Monat, ich weiß nicht, wie viele unzählige Tools da neu auf den Markt kommen, zumal sich die Maschine auch selbst entwickelt miteinander. Dieser Innovationszyklus ist so schnell, dass ich keinen ... Schulungsprogramm mehr haben kann, was einmal im Jahr eine zwei Wochen Ausbildung macht für KI oder so. Sondern das ist eine Sache, muss, würde ich sagen, sie wird in der Wochenroutine drin sein. Ich glaube, werden in unserer Arbeitswoche, werden wir einen halben Tag haben, der mit nichts anderem läuft eigentlich, als sich immer wieder zu hinterfragen, ob die Prozesse, so wie wir sie diese Woche betrieben haben, optimierbar sind oder nicht und sich darüber hingehend aufzuschlauen und vor allen Dingen auch workshopmäßig kollaborativ aktiv zu werden, was das angeht. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass Schulung in dem Thema das größte Budget der Personalabteilung wird.

Jens Alsleben: Was ist so deine Einschätzung, wie gut vorbereitet sind wir denn eigentlich? wenn du jetzt mal so deine, können wir natürlich nicht beantworten, aber deine Erfahrung nimmst mit Veränderungsbereitschaft technologischer Natur im Mittelstand. Wie viel Prozent glaubst du sind schon wirklich unterwegs und haben das erkannt? und versuchen da mit der Geschwindigkeit mitzuhalten, versus derer, die sagen, naja, so schlimm wird es auch nicht, da müssen wir nicht gleich wieder den Hund verrückt machen.

Weidejo@me.com: Also ich würde sagen, von 100, wenn ich jetzt mal aus dem Ärmel schüttel, natürlich habe ich die Umfrage nicht gemacht, meine Vermutung wäre, von 100 Unternehmen, von 100 Mittelständlern, die du fragst, wirst du mindestens 99 zustimmende Antworten bekommen dafür, dass KI das Unternehmensleben revolutionieren wird und die gleichen 99 Prozent werden sagen, ich habe keine Scheißahnung, wie das für meinen Laden funktionieren soll. Ich glaube, das ist so das tatsächliche Bild. Wir wissen alle, Das könnte das Potenzial dazu haben. Dafür haben wir zu viele Storys gehört und dafür haben wir zu viele Beispiele gesehen, denen was technisch möglich ist. Sei es die humanoiden Roboter und dergleichen, also wo wir KI mit Hardware verbinden, als auch die reine KI, die die reine Geistesleistung, die reine Denkleistung automatisiert. Ich denke, da sehen wir alle genug von dem, was möglich sein wird. Aber ich glaube, dass die wirkliche Herangehensweise ist in vielen mittelständischen Unternehmen noch ein Fragezeichen. Und auch wie man die Frage beantwortet, ist auch ein Fragezeichen. Und ich glaube, das ist der nächste spannende Teil, wenn ich auch an die Implikation für unsere jungen Führungskräfte nachdenke. Ich glaube, wie bei allen Themen, wir müssen irgendwo anfangen. Und das Anfang fängt damit an, in der eigenen Abteilung, eigenem Verantwortungsbereich zu überlegen. Welche Prozesse, die jetzt gerade da sind, wären sinnvoll automatisierbar? Wir dürfen noch nicht vergessen, ganz viele Tätigkeiten, Aktivitäten sind welche, die finden die Leute doof. Viel Berichte schreiben. Ich kenne keinen, der das toll findet, Berichte zu schreiben. Ich kenne keinen, der das toll findet, irgendwelche Daten zu reporten, abzulegen, was auch immer. Es gibt ja auch viele Aktivitäten, wo die Menschen sagen würden, wenn ich das nicht mehr tun müsste, wäre das cool. Meine Empfehlung wäre auch immer, durch die offenen Türen zu laufen, die es gibt. Wie bei den Menschen auch. Wir müssen erst krabbeln lernen, dann gehen lernen. Irgendwann können wir da noch laufen. Irgendwann kommt vielleicht auch noch der Marathon. Einfach mal anzufangen, da wir stehen, uns einen Prozess zu nehmen, den die Abteilung oder so doof findet, mal zu überlegen, lass uns doch mal gucken, wie wir den automatisiert kriegen. Und dann machen wir den nächsten, ich glaube so ...

Weidejo@me.com: könnte ein Schuh daraus werden, wenn es ums praktische Herangehen ist. Ich denke, dafür wird es dann auch immer eine Zustimmung geben, auch bei den hier benannten alten Säcken, das mal auszuprobieren. Und die Erfolge geben ja dann auch immer Recht, wo man sagt, wenn das eine mal gut funktioniert hat, dann gibt der Erfolg jemandem Recht, und dann kann man das zweite oder das dritte machen. Ich glaube, eine Herangehensweise von, gehen von Null auf Vollautomation, das wird genauso ungesund sein wie nix.

Jens Alsleben: Ja.

Jens Alsleben: Aber ich glaube, das ist auch ein guter Punkt, wenn man jetzt jung ist, was man tun kann und auch tunlichst tun sollte, nämlich in seinem eigenen Wirkungsbereich versuchen, KI einzusetzen, damit dann auch Erfolge zu erzielen, prozesstechnisch. Und dann hinzugehen und dafür zu sorgen, dass die Learnings und das, was sich dann tatsächlich verbessert hat, dass das dann auch gesehen und gehört wird. Ja, also wenn ich mir vorstelle, ich habe ein Unternehmen mit 1000 Leuten ... ... und da sind dann, keine Ahnung, 50, 60 Leute, ... weil sie sich ein bisschen besser auskennen als viele andere, dann schon mal eigenverantwortlich unterwegs sind ... ... und 50, 60 Prozessschritte dann plötzlich einfacher laufen ... und die Ergebnisse dann hochkummuliert vorgestellt werden, dass dann auch die Gesamtorganisation sieht, ... so nach dem Motto so wow, das hilft uns ja. tatsächlich allen extrem, auch die Prozesse zu verschlanken, auf die wir alle keine Lust haben. Und es zerstört nicht gleich die Arbeitsplätze und lasst uns da mal alle intensiver dran arbeiten. Dann werden aus 50 dann 100 und 200. Und so kriegst du eben dann die gesamte Organisation auch bewegt. Aber ich glaube, das Ganze funktioniert nur, wenn die jungen technisch versierten interessierten, auch persönlich, ich sag mal weitergebildeten jungen Leute da in den Lied gehen. Darauf zu warten, dass die Struktur von oben das dann vorgibt und einfordert, glaube ich, die Zeit haben wir nicht. Wie siehst du das?

Weidejo@me.com: Die Zeit haben wir nicht und ich würde auch jedem älteren Semester unter den Zuhörern sagen, man ist auch nie zu alt, sich damit auseinanderzusetzen. Also das ist egal welchen Alter, solange man im Unternehmen ist und dort wirkt, ist es wichtig, auch wenn man 64 und halb ist, ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und es fängt damit an zu verstehen, was die Maschinen können.

Jens Alsleben: Ja genau.

Weidejo@me.com: Man muss nicht programmieren zu können, in der Lage zu sein, eine Vorstellungskraft davon zu entwickeln, was eigentlich möglich sein will. Ich hab ja auch, wenn ich eine Maschine kaufe, einen Industrieroboter, weiß ich auch nicht, wie der funktioniert, aber ich weiß, dass er kann. Und ich glaube, das Verständnis darüber, systematisch zu entwickeln. Ich kann aber immer zu einer Routine raten, also ich hab für mich in meinem Kalender mindestens fünf Stunden jede Woche da drin reserviert, einfach fit zu bleiben in diesem Thema.

Jens Alsleben: Ja genau.

Weidejo@me.com: So und wenn es hingeht ein eigenes Projekt zu machen, die Technik zu verstehen, die Implikation zu verstehen. Weil ich glaube, es ist die neue KI, die das Geschäftsmodell, was auf der alten KI baut, später ausradieren. Also ich glaube, das ist einfach so eine Sache, das sollte man in egal welchem Alter das machen. Das auch in der Abteilung, dass man auch als junge Führungskraft bei den Abteilungsmitgliedern sagt, hier Leute, nehmt euch die Zeit, auch wenn die Firma das Schulungsprogramm nicht macht und selbst wenn man irgendwie dafür gerade nicht bezahlt wird.

Jens Alsleben: Ja.

Weidejo@me.com: Ja, das Thema nicht.

Jens Alsleben: Also ich kann das total unterstreichen, was du sagst. Ich habe ja letztes Jahr von August bis Oktober einen drei Monate langen KI-Kurs gemacht. allem Schickimicki, mit Agenten programmieren und so weiter. Und sehe, dass die Tools, die wir damals benutzt haben, heute schon häufig überholt sind. Also ich nur ChatGPT und OpenClaw. als Vergleich und deswegen ist es wichtig tatsächlich da regelmäßig dran zu bleiben. Ich halte es für extrem wichtig, dass die Budgets und die Zeitfenster von oben vorgegeben werden in die Organisation, dass die Leute das tun dürfen, aber auch tun sollen. Also das Thema AI First als als Vorgabe zu machen aus dem Führungskreis. halte ich für extrem wichtig. Also zumindest zu überlegen, was an Dingen, die heute tagtäglich laufen und vielleicht auch nerven, können wir automatisieren. Und da habt ihr ein Budget und ein Zeitkontingent, euch damit zu befassen. Aber eben auch sicherzustellen, dass die Jungen das aktiv einfordern und sich auch nicht abspeisen lassen damit. Das ist etwas, was tatsächlich alle betrifft und sowohl von oben gepusht, als auch von unten gepullt werden muss, damit die Organisation da ins Rollen kommt. Was ist denn jetzt auch jetzt deine Erfahrung, also es geht ja Erfolgstories, es geht ja das Erkennen auch What's in for me auf allen Ebenen sozusagen. Hast du vielleicht auch mal persönlich aus deiner Erfahrung Ein Beispiel, wo du sagst, das ich nie mit gerechnet und das hat mir dies und jenes an Vorteilen gebracht als CEO von dem Laden.

Weidejo@me.com: Also, das könnte ich eigentlich ohne Ende sagen, nur Vorteile. Wenn wir mal einfach damit anfangen, grundsätzlich zu Kundenakquisitionen. Das ideale Kundenprofil zu erstellen, wäre da am besten zu passen. Die Identifikation der Firmen, dazugehören, das Recherchieren von wo die Unternehmen sind, in welcher Branche sie sind, das Herleiten dafür, welche Einkaufskategorien wohl am relevantesten sind. Also dass man im Prinzip den kompletten Sales Funnel auf Knopfdruck hinbringt und den mit immer, immer besseren Daten bestückt. Also das, was vor fünf Jahren noch ein Riesenaufwand war, das CRM-System zu bestücken, mit den Daten, die es braucht, die Kunden super vorzuqualifizieren, passiert heute auf Knopfdruck. mal eine Sache zu nehmen. Das heißt, da bin ich viel besser in der Lage dazu, eine direkte Kundenansprache zu machen, die so fokussiert ist, dass ich fast als Wäre ich schon zwei Wochen bei dem Kunden drin und wüsste schon im Ideal was der braucht. Das ist also mal das erste. Das zweite ist, ich habe noch einen Einblick in ein anderes Unternehmen, was sich das Recruiting kümmert. Das Wesentliche beim Recruiting ist ja nicht die Kosten des Headhunters, sondern wie ideal passt der neue Kandidat zu meinem Unternehmen. Und die Daten, die man auch erfassen kann,

Jens Alsleben: Mhm.

Weidejo@me.com: Zum Thema, also welche Arten von Profile bleiben denn lange in einem Unternehmen, welche Arten von Profile nicht. Wie passt ein Profil zum Team, in dem dieses Profil rein muss und dergleichen. Lässt sich also über ganz viele Daten, die über Mitarbeiterzufriedenheitsbefragungen erhoben werden, aber auch über Executive Interviews und dergleichen. Also ich kann eine ganz andere Datenbasis, die auch Soft Skills in sich trägt, dazu benutzen, das ideale Kandidatenprofil super herzuleiten, dann nicht mehr über einen klassischen Lebenslauf zu arbeiten, sondern tatsächlich über ein vorqualifiziertes Interview mit den potenziellen Kandidaten zu arbeiten, die auf all diese Themen antworten, die dann mir eine ganz andere Grundlage liefert für das Vorstellungsgespräch, wo ich vorher nur ein Bauchgefühl und Lebenslauf hatte. Und wo ganz oft die Leute rekrutieren, die gar nicht in der Abteilung arbeiten, wo diese Person hin muss. Und so kann man also mit viel, besseren, komplexeren Daten die wahrscheinlich das Risiko reduzieren, den Kandidaten, den man anheuert, dass der vielleicht innerhalb der Probezeit wieder gehen muss, sondern dass man jemanden hat und sagt, der passt ganz gut. Auch mit den zukünftigen Anforderungen. Also da kriegt man deutlich bessere Datengrundlage als so was zu tun. Wir können auf Basis von Krankheitsdaten und anderen Motivationsdaten hingehen und eine viel bessere Diagnose machen darüber, wo denn was, wo wie passieren muss. Ich kann so viele Dinge automatisieren, die mit Zufriedenheitsmessungen zu tun haben, wo ich nicht mehr einen Survey machen muss, sondern wo eine Maschine eigentlich ganz anders Daten einsammeln kann, wo ich einen viel besseren Direktkontakt zu den Leuten haben kann, weil ich den Leuten einen automatisierten Zugang zum Unternehmen geben kann, was über Stimmung, über Kultur, über Verbesserungsvorschläge, sonst irgendwas. Ich kann das permanent, weil die Masse der Daten ist kein Problem mehr. Alles das, vorher eine Begrenzung war, kein Problem mehr. Das heißt, das qualitative Upgrade, was ich in einem Unternehmen verpassen kann mit KI, ist riesig. Und das letzte, das ich eben schon mal gesagt, was mir ganz wichtig ist, wir reden von ganz vielen Aufgaben, die Leute heute sowieso scheiße finden. Ja, so. Also man kann sagen, in vielen Bereichen ist das auch, ich sage jetzt mal, ein Gebet, was erhöht wurde. Wo Leute immer darüber motzen, das ist doof, wir machen zu viel Reporting, dies und das. Ich höre ja das gemotze, kenne ich ja.

Weidejo@me.com: Jetzt kann man das automatisieren, qualitativ bessere Ergebnisse hinbringen. Aber es lässt natürlich die Frage offen, wenn mir diese Arbeit jemand abnimmt, muss ich ja meine Arbeit mit was Sinnvollerem füllen. Und ich glaube, dahin geht die Kernfrage, die wir uns alle stellen müssen. Was sind denn die Aufgaben, die nur der Mensch mit seiner menschlichen Kreativität tun kann, die eine KI nie automatisieren wird? Jede KI braucht einen Prompter, jeder KI braucht jemanden, der die Idee, die Absicht und die Vorstellung dessen, was man erreichen will, der Maschine gibt. Und ich glaube, da müssen wir viel mehr hin, dass wir unsere Geister dazu verwenden, das Neue zu ersinnen, als stumpf irgendwas abzuarbeiten. da war eine lange Antwort, aber ich glaube, da geht es hin.

Jens Alsleben: Ja, da muss ich zum Abschluss vielleicht noch denken an ein Projekt, ich 1996 gemacht habe. Das nannte sich Zaki. Zeit am Kunden intensivieren. das ist allein diese Vorstellung. bin, habe mich entledigt. All dieser unliebsamen Themen, all dieser Verwaltungsthemen, das übernimmt dann mehrheitlich die KI. Und ich bin jetzt auch noch kreativer, inspirierter, auch noch fokussierter, was meine Zielgruppe angeht, in der Vorbereitung und ich kann tatsächlich die Menschzeit ausdehnen. Die Zeit, wo der Mensch Zeit mit Menschen verbringt, Vertrauensarbeit zu leisten für die eigenen Produkte und Dienstleistungen. Ich glaube, diese Zeit kann gar nicht genug sein sozusagen. Und da, wenn KI uns da helfen kann, ist das dann auch im gegenseitigen Interesse der Kunden, der Stakeholder und von mir selber. Weil das kann man auch nicht ersetzen.

Weidejo@me.com: Und erlaub mir den Nachruf Und erlaub mir das Schlusswort an der Stelle noch. hast vollkommen recht, dass wenn die ganze Automation des Teams Meetings, des Reportings und dergleichen, wir wieder hingehen und einen Kunden nochmal besuchen, dass wir tatsächlich nochmal das, man geht nochmal miteinander essen, man hat tatsächlich nochmal eine Stunde Zeit, die man sich nimmt, mal wirklich mit dem Kunden zu sprechen. präsent zu sein. Ich glaube, das kommt immer mehr in Mode. Also auch wenn ich jetzt noch mal an die Aufgabe unserer geliebten alten Säcke denke, wieder mehr Zeit, wieder mehr aus dem Büro rauszukommen, wieder mehr Zeit damit zu verbringen, auch als CEO oder als C-Level mal mit den Kunden, den Kunden mit den Lieferanten und mit den Geschäftspartnern, Mensch zu Mensch, mit den Mitarbeitern, selbstverständlich, sich die Zeit zu nehmen, Mensch zu Mensch Sachen zu machen. Also es ist ein sehr, sehr großartiger Nebeneffekt.

Jens Alsleben: und weiter.

Jens Alsleben: Ja und wenn ich mir vorstelle, die Wertschöpfung wird dadurch nicht beeinträchtigt, weil keine Opportunitätskosten entstehen, sondern im Gegenteil. Ich kann meine Wertschätzung und Wertschöpfung gleichermaßen erhöhen, dadurch, dass ich mehr Zeit am Menschen verbringe. Das wäre auch eine schöne Vision, die uns da die KI geben könnte und gleichzeitig auch die Sicherheit, dass wir damit auch wertschöpfend unbedingt notwendig bleiben im Unternehmen, weil nur der Mensch kann mit Menschen die Zeit verbringen. Eine Maschine kann das theoretisch auch. Aber die Gefühle, die dann beim Gegenüber ausgelöst werden im Sinne von Vertrauen, die kann halt nur der Mensch beeinflussen. In dem Sinne, wunderbar. Also traut euch. Push und Pull geht das Ganze an.

Weidejo@me.com: Nava!

Jens Alsleben: Da draußen wartet keiner darauf, dass ihr euch langsam für dieses Thema begeistert, sondern das ist heute noch Order Winning, morgen ist es Order Qualifying und geht mit der Hoffnung an die Maschine ran, dass sie euch mehr Zeit lässt füreinander und dann haben wir alle was davon. Also in dem Sinne, bis zur nächsten Folge, bleibt stark im Sturm, hat wieder Spaß gemacht und bis die Tage.

Weidejo@me.com: Ciao!

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