Siehst du den Elefanten im Raum?
Shownotes
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welche unausgesprochenen Themen in deinem Team wie ein Elefant im Raum stehen? In dieser Episode von "Der Säbelzahntiger" beschäftigen sich Jens und Jörg mit dem Konzept der „Elefanten im Raum“ und beleuchten, wie diese oft ignorierten Probleme die Dynamik in Unternehmen beeinflussen.
Jens erzählt von seiner Erfahrung, in neue Organisationen einzutauchen und die verborgenen Elefanten zu erkennen, die den Fortschritt behindern. Gemeinsam diskutieren sie, wie wichtig es ist, solche Themen offen anzusprechen, um ein echtes Vertrauensverhältnis im Team zu schaffen. Sie zeigen auf, dass das Ansprechen von Elefanten nicht nur notwendig ist, sondern auch eine Verantwortung jedes Teammitglieds darstellt.
Mit praktischen Tipps und Humor ermutigen Jens und Jörg dazu, das Thema behutsam anzugehen. Sie erklären, wie man die eigene Angst vor negativen Konsequenzen überwindet und in einer konstruktiven Ich-Form kommuniziert, um den Elefanten gemeinsam zu zähmen.
Hör rein und entdecke, wie du die Elefanten in deinem Umfeld ansprechen und so die Grundlage für eine offenere, effektivere Zusammenarbeit legen kannst!
Bis zum nächsten Mal, haltet durch und bleibt entspannt! Euer Jens, Jörg und Gustav.
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Weiterführende Literatur:
- Zerubavel, E. (2006). The Elephant in the RoomSilence and denial in everyday life. https://doi.org/10.1093/acprof:oso/9780195187175.001.0001
- Lmft, M. V. L. (2023, November 16). Addressing the elephant in the room. Psychology Today. https://www.psychologytoday.com/us/blog/confessions-of-a-psychological-first-responder/202311/addressing-the-elephant-in-the-room
- Mariama-Arthur, K. (2018). Acknowledge the Elephant in the Room. In: Poised for Excellence. Palgrave Macmillan, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-319-64574-2_36
Transkript anzeigen
00:00:03: Jens Alsleben Der Säbelzahntiger. Ein Podcast von und mit.
00:00:08: Jörg Weidenfeld Jörg Weidenfeld
00:00:09: Jens Alsleben und Jens Alsleben.
00:00:14: Jörg Weidenfeld Hallo und herzlich willkommen zu unserem heutigen Podcast zum Thema Elefanten im Raum wieder mit den üblichen Kadetten, dem Jörg und
00:00:24: Jens Alsleben dem Jens.
00:00:25: Jens Alsleben Hallo! Moin!
00:00:26: Jörg Weidenfeld Wunderbar. Jens Wir hatten in unserer Präambel ein ganz, ganz spannendes Gespräch über die Auftaktveranstaltung, die du hast. Die ersten, die das wenn du in so ein Managementteam nur rein kommst, wenn du mit einem Unternehmen zu tun hast, dass du deine feinen Antennen ausfährst und all die unausgesprochenen Elefanten im Raum, die Großen und die Kleinen katalogisiert und erfasst. Vielleicht vorher, bevor wir einsteigen Zur Begriffsklärung Wie würdest du das definieren? Was ist ein Elefant im Raum?
00:00:59: Jens Alsleben Naja, ein Elefant im Raum. Wir kennen den Elefanten aus dem Porzellanladen. Das ist jemand, der sich, ich sag mal, ungeschickt bewegt und diverse Sachen zu Bruch gehen lässt. Das ist der eine. Der andere Elefant im Raum. Das ist derjenige, den jeder sieht, aber keiner sich traut anzusprechen. Also das sind in erster Linie heimliche Spielregeln, die jeder befolgt, ohne genau zu wissen, warum eigentlich. Das sind Erfahrungen, Beobachtungen aus dem Unternehmenskontext, die irgendwie jeder gemacht hat, aber sich nicht traut anzusprechen, weil sie nicht wissen, welche Konsequenzen dann daraus entstehen. Das ist also, das sind die Tabus, das sind die Dinge, die schon traditionell seit Jahrzehnten so gemacht werden, die aber zu Ineffizienzen beitragen, die die Leute total abnerven, die Leute nicht verstehen. Aber wo einfach kein Licht reinkommt, weil man ansonsten Sorge hat, dass irgendwie was mit einem selbst passiert.
00:02:10: Jörg Weidenfeld Genau. Also der Säbelzahntiger hat sich jetzt quasi ein Elefantenkostüm angezogen. So. Ähm. Und. Also es sind quasi diese Dinge, wo jeder ein Gespür für eine Wahrheit hat. Und das ist es fühlt sich fast an wie eine Lüge, die im Raum steht, weil man weil man sich darauf was verständigt hat, eine Fake Story zu erzählen. Weil die Wahrheit entweder für irgendwen zu beschämend ist oder weil man vermutet, dass wenn man die Wahrheit genauso anspricht wie sie, tatsächlich ist, dass das ganz unangenehme Konsequenzen hat. Genau. Jetzt hattest du ganz spannend erzählt, dass das einer der ersten Übungen ist. Wenn du in ein neues Unternehmen reinkommst, wo du die Elefanten mal spürst. Magst du davon? Magst du davon mal erzählen?
00:02:56: Jens Alsleben Ja, Also vielleicht als Grundlage. Warum glaube ich, ist das so wichtig? Wir kennen, ja, haben wir auch schon mal angesprochen, die fünf Dysfunktionen eines Teams von Patrick Lencioni, auf die ich auch immer wieder gerne referenziere. Und da ist im Prinzip die die Aussage, dass High Performance Teams kommen dann zustande, wenn im Team ein absolutes Urvertrauen besteht. Weil wenn die Menschen sich vertrauen, dann sind sie in der Person sicher und auch bereit, in der Sache in den Konflikt zu gehen. Das heißt also egal was ist, wenn die Dinge werden durchdiskutiert, die Meinungen kommen auf den Tisch. Kontrovers. Bis man sich dann tatsächlich geeinigt hat, wie man in der Sache vorgeht. Dann kommt der dritte Layer, nämlich ein hartes Commitment. Wenn ich weiß, ich konnte alle meine Argumente auf den Tisch legen und die durchdiskutieren und ich hinter der Lösung stehe, dann kann ich mich auch hard committen. Und wenn ich mich hard committe, dann bin ich vierter ler. Auch bereit, mich zur Rechenschaft ziehen zu lassen.
00:04:01: Jens Alsleben Mich zur Verantwortung ziehen zu lassen im Sinne von ich liefere dann auch das ab, was ich committet habe und habe kein Problem damit, wenn jemand mich darauf aufmerksam macht. Und wenn alle sich committen und alle tatsächlich sich zur Verantwortung ziehen gegenseitig, dann bleibt das Teamziel treu. Das ist der fünfte Layer. So und grundsätzlich ist eben erstmal das Vertrauen wichtig und wenn ich irgendwo reinkomme, versuche ich erstmal zu zu verstehen. Wie sehr vertraut sich denn tatsächlich die erste Führungsebene? Ich spreche da auch immer vom sogenannten ersten Team, dass in der Regel die erste und die zweite Führungsebene Und ich versuche zu verstehen, ob es irgendetwas gibt, was einem Vertrauen entgegensteht. Das ist dann der Elefant im Raum sozusagen, weil ich dann ein gutes Gefühl dafür habe, wie sehr dieses erste Team tatsächlich in der Sache in den Konflikt geht. Und das ist wiederum dann die Grundlage, um tatsächlich innerhalb des Teams überhaupt Ziel treu sein zu können. Also versuche ich über einen sogenannten Organizational Deep Dive am Anfang rauszukriegen. Gibt es irgendwelche Dinge, die von dem den Beteiligten im ersten Team unterschiedlich gesehen werden?
00:05:17: Jens Alsleben Wo die Interviewees dann plötzlich vorsichtiger werden, wo bestimmte Dinge nicht, nicht tatsächlich bis in die Tiefe angesprochen werden. So nach dem Motto ja, da will ich jetzt nichts Falsches sagen, da könnte das dies oder jenes sein und das habe ich auch schon mal so erlebt. Aber da sind wir jetzt im Team uns nicht so ganz einig. So richtig drüber sprechen wollen wir da auch nicht. Das sind dann die Dinge, wo ich sage okay, da ist ein Elefant. Und in meinem Abschlussreport, wo ich dann reflektiere, zurückspiegel, wie mir dieses erste Team dann auch entgegengetreten ist, habe ich dann tatsächlich ein Kapitel, das heißt die Elefanten im Raum und provoziere in Anführungszeichen dann eine Diskussion über die Dinge, die jeder sieht, von dem jeder weiß, aber die man in den letzten Jahren, warum auch immer so nicht angesprochen hat. Dann kann es auch tatsächlich mal krachen im Sinne von okay, dieses Thema ist ja ein Streitthema. Aber danach, wenn man den Themen Raum gibt, hat man eine völlig neue Grundlage, um wieder sich anders zu begegnen und auch tiefer ins Vertrauen zu kommen.
00:06:29: Jens Alsleben Dann hat man die Möglichkeit, auch Dinge einfach mal anzusprechen.
00:06:33: Jörg Weidenfeld Den Teil, den ich spannend finde, ist die Tatsache, dass jeder, also der Elefant im Raum ist, existiert überhaupt erst, weil die Gruppe offiziell so tut, als gäbe es ihn nicht.
00:06:45: Jens Alsleben Genau.
00:06:46: Jörg Weidenfeld Wobei aber jeder spüren kann, je mehr man sagt, den gibt es nicht, desto mehr kann man spüren, dass er da ist. Genau so, das hast du in diesen ganzen Interviews kannst du also wunderbar. Also wenn es für dich als Außenstehender mit Leichtigkeit zu erspüren ist, wo die Widerstände sind. Also du könntest den quasi skizzieren, den die Größe des Elefanten. Ist das also auch für jeden anderen so spürbar, dass also diese Illusion, dass man durch ein Wir einigen uns demokratisch darauf, dass dieses Thema kein Thema ist? Ja oder so wir einigen uns auf eine Lüge, die wir uns alle erzählen, dass das den Elefanten eigentlich nur noch größer und stärker konturiert. Mal so richtig eine Chance, dass man dieses Thema einfach wegignorieren kann. Die gibt es eigentlich nicht. Je mehr man das versucht, desto desto dominanter, desto präsenter wird dieser, dieser Elefant.
00:07:40: Jörg Weidenfeld Also ich könnte mir sehr, sehr gut vorstellen, dass jeder unserer Zuhörer gerade so ein Referenzgefühl im im Kopf hat, wo die Elefanten begegnet sind, sei es privat oder sei es beruflich. Was würdest du denn sagen? Wie ist denn für jemanden, der das, der dir zuhört und sagt okay, ich gehe gleich in ein Meeting und ich kenne da auch so 1, 2, 3 Elefanten, die da im Raum sind. Was wäre denn so ein guter Impuls, den aufzulösen? Also was wäre so ein guter erster Schritt? Jetzt nehme ich mal bewusst aus der Position nicht des ranghöchsten Offiziers im Raum, sondern eines normalen gewöhnlichen Teammitglieds.
00:08:20: Jens Alsleben Also es ist natürlich schwierig. Ganz ehrlich. Dafür braucht es ja Mut. Und dafür braucht es vor allen Dingen die eigene Bewertung, dass mir nichts passieren kann, wenn ich das anspreche. Ja, also in dem Moment, wo ich der festen Überzeugung bin, wenn ich das jetzt anspreche, dann bin ich mir nicht mehr sicher und dann gefährde ich meine Perspektive. Dann hat der Säbelzahntiger natürlich eine Größe, die einen dann eher verschreckt, was anzusprechen, was nicht. Das heißt, das erste, was man machen muss, ist tatsächlich, sich die Karten zu legen und zu fragen okay, was kann mir denn schlimmstenfalls passieren, wenn ich dieses Thema anspreche, von dem ich glaube, dass es so wichtig ist, um in der Sache weiterzukommen. Und ist es tatsächlich für mich eine Gefahr? Und wie muss ich es unter Umständen auch formulieren, damit keiner sich dort brüskiert fühlt in der Runde? Also auch so ein bisschen, dass das diplomatische Auskleiden dessen, was als Elefant im Raum steht, so dass jeder sagen kann okay, den Elefanten, den gucke ich mir an, aber ich verliere mein Gesicht nicht.
00:09:38: Jens Alsleben So, also das Erste, was es gilt zu tun, ist in Vorbereitung auf das Gespräch zu überlegen Was kann mir passieren? Das Zweite ist zu sagen, zu gucken, wie kann ich das formulieren, damit wir in der Sache einander näher kommen, ohne dass ich den Leuten dort das Gesicht nehme. Und dann das dritte, das ganz Entscheidende der Nike, das Nike-Logo Just do it. Dann auch reingehen, sich ans Herz zu fassen und es zu tun. und dann zu gucken, wie die Reaktion ist.
00:10:09: Jörg Weidenfeld Ich glaube, was auch eine, was du gerade gesagt hast. Ich glaube, was wichtig ist, ist noch mal für sich selbst zu kalibrieren. Wie wichtig ist mir das, dass dieser Elefant verschwindet?
00:10:19: Jens Alsleben Ja
00:10:20: Jörg Weidenfeld Was glaube ich auch so eine Sache. Also ich glaube, es gibt niemanden, der sagen will, ich möchte in einem Management Team arbeiten, was quasi keins ist, weil ein Team was mehrere Elefanten zulässt, kann eigentlich diesen diesen Begriff eines funktionierenden Teams für sich gar nicht zulassen. Ja, so zu sagen hier, pass auf, hier haben wir einen Elefanten im Raum, der könnte auch potenziell einen, richtig, also einen deutlichen großen Schaden für das Unternehmen bedeuten, wenn wir den nicht aufräumen. Das heißt, es gibt auch ein höheres Ziel, sozusagen. Also die Befindlichkeiten von Einzelpersonen haben jetzt hier auch, nehmen die jetzt auch eine nachrangige Rolle ein, weil hier geht es um existenzielle Themen, wo dann gerade auch für Manager, wo ich sage, dann gibt es auch eine Verantwortung für all die Mitarbeiter, die da drin sind, wenn es etwas ist, was gefährlich ist.
00:11:08: Jörg Weidenfeld Und ich meine, wir kennen es aus Sanierungssituationen häufig genug. Dass das nicht ansprechen von diesen Elefanten ist ja selten, dass die Unternehmen das die ein Erkenntnisproblem hatten. Also es gab das Wissen darum, was falsch läuft, schon immer in dem Unternehmen. Das sind die Elefanten im Raum, die es nicht zulassen, dass diese Dinge einfach angesprochen werden.
00:11:25: Jens Alsleben Ja, genau
00:11:26: Jörg Weidenfeld So und ich glaube, das ist jetzt auch noch mal eine Sache. Wie wichtig ist mir das und wie wichtig ist das für mein Unternehmen? Wie wichtig ist das für mein Gewissen, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die den Elefanten aus Angst ignorieren, sondern sagen Hier und selbst wenn es sozusagen selbst wenn es meinen Kopf kosten würde, um es ein bisschen zu dramatisch zu machen, die Verantwortung, die meine Aufgabe mit einher gibt, die die, für die ich unterschrieben habe, zwingt mich eigentlich dazu, das Ding auf den Tisch zu legen.
00:11:51: Jens Alsleben Was, was.
00:11:52: Jens Alsleben Was auch vielleicht wichtig ist, ist die Art und Weise, wie ich das auf den Tisch lege. Ich bin völlig bei dir. Das erste Team hat nun mal wie jeder andere Mitarbeitende im Endeffekt auch eine Verantwortung für das Gelingen des Gesamtkunstwerks sozusagen. Ich bin ja als Führungskraft letztendlich auch notwendigerweise verantwortlich für Gedeih und und, und. Wie sagt man? Für das Gedeihen auf Gedeih und Verderb dem dem Unternehmen verhaftet. Und wenn ich jetzt zum Beispiel hingehe und da kann niemand was gegen sagen und einfach aus meiner Bewertung heraus argumentieren, sage also Leute, ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich habe das Gefühl, wir müssen über ein Thema noch mal sprechen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass dieses Thema uns im Weg stehen könnte beim Finden einer vernünftigen Lösung. Und ich fühle mich einfach schlecht, wenn ich dieses Thema nicht zumindest mal hier in die Runde bringe. Vielleicht sehe ich das ja auch falsch. Dann bin ich total happy, wenn ihr mir helft, das Ganze neu zu bewerten. Aber es ist meine Verpflichtung und.
00:13:12: Jens Alsleben Und vom Gefühl her muss ich jetzt einfach mal folgendes mit euch kurz besprechen. Dann bin ich ja schon mal ganz bei mir. Ich nehme niemandem das Gesicht. Ich transportiere auch meine Verantwortlichkeit für die für das Gesamtgelingen. Ich kann auch von mir aus sagen, dass das für mich eine Belastung ist, sozusagen, die ich dann teile. Das heißt, ich zeige mich ein Stück weit natürlich verwundbar, aber bin nicht offensiv, will also niemanden in irgendeiner Form eine Schuld zuzuweisen, auch der Gesamtgruppe nicht. Im Sinne von Warum kümmern wir uns nicht um die Themen, die wichtig sind, sondern ich bin in der Ich-Form. Und ich habe ja auch mal gelernt von meiner Ehevorbereitung hat der Priester damals der katholischen Kirche einen guten Spruch gebracht, der sagt Herr Alsleben streiten sie sich immer in der Ich-Form, nie in der Du-Form. Wenn ich bei mir bin mit meinen Gefühlen, was bestimmte Dinge mit mir machen und weshalb ich die besprechen will, das kann mir niemand vorwerfen.
00:14:21: Jörg Weidenfeld Absolut. Wenn ich mir jetzt aber überlege, für die gerade das verletzlich machen und auch das Herausstellen der eigenen emotionalen Last mit diesem Elefanten, der, sagen wir mal, eine Dimension. Aber es heißt ja auch noch lange nicht, dass den anderen meine emotionale Last so wichtig ist, dass die deswegen mitmachen mit dem Elefanten streicheln. Also das Vorgehen funktioniert absolut. Ich möchte noch ergänzen Ist das Thema Humor.
00:14:48: Jens Alsleben Ja.
00:14:49: Jörg Weidenfeld Das ist also auch immer etwas, was hilft. Ja, also ich hatte also in einem meiner Mandanten war nicht der letzte, aber in einem meiner Mandanten hatten wir mal tatsächlich einen Agendapunkt. So zuerst war immer Arbeitssicherheit, wie sich das gehört. Und der zweite Punkt war Elefanten streicheln. So, und wo also quasi wirklich dieser Raum da war zu sagen So, jetzt mal alle, alle Elefanten, die im Raum sind, mal benennen und streicheln. Aber da war vorher halt eben der sichere Rahmen sozusagen, war von der Führung her gegeben. So, und mit dem gewissen Humor, äh, können wir das tun. Das zusätzliche Element, was, wie soll man sagen, auch in jeder Transformation immer wichtig ist, ist, dass wir die Situation, in der wir sind, annehmen, das heißt auch gewissermaßen uns eine Absolution geben für alles, was bis gerade passiert ist, um die Situation annehmen zu können, von da aus weiter zu arbeiten. So, das heißt, wenn ich hingehe und sage, wir können ohne Probleme jeden Elefanten ansprechen, weil es ist ja kein Gericht und wir brauchen das, um nach vorne Dinge richtig zu machen.
00:15:57: Jörg Weidenfeld Also wenn die Leute alle wissen, pass auf, hier gibt es keine persönlichen Konsequenzen. Es gibt auch eigentlich nichts, wo jemand gerichtet wird oder irgendetwas Unangenehmes, sondern wir müssen einfach nur wissen, womit wir es zu tun haben mit dessen Implikationen für das Morgen damit passieren könnte. Hat also auch immer sehr gut funktioniert und ich glaube, das kann auch jeder einzelne sagen. Aber ich wittere hier einen Elefanten im Raum. So vielleicht sogar so, das ist natürlich jetzt ein bisschen einer geht hin und schreit Törö, dann hast du auf jeden Fall die Aufmerksamkeit. Ja, ja. Also was jetzt den humoristischen Ansatz angeht man ist danach vielleicht nicht mehr so ganz zurechnungsfähig, aber man hat zumindest mal den Punkt gemacht, dass man den Elefanten gewittert hat.
00:16:42: Jens Alsleben Ja.
00:16:43: Jens Alsleben Ja, ja und und das erlebe ich tatsächlich auch in der in der Praxis, Wenn das Ding einmal benannt ist, ja dann ist überhaupt eine Hemmschwelle weg. Dann kann man das das Tier tatsächlich auch mit viel Humor immer wieder adressieren. So nach dem Motto Törö Hier ist er wieder und dann gibt es tatsächlich auch einen Lacher in der Gesamtgruppe und man kann sich dann auch wieder refokussieren. Also das Ding einmal zu benamen und quasi weiß anzustreichen, dass es jeder dann sehen muss, hilft ungemein und das Ding verschwindet nie wieder. Das wird nie wieder unsichtbar.
00:17:23: Jörg Weidenfeld Absolut. Wenn es um. Ich möchte noch einmal für die, die die letzten Minuten darauf verwenden, um unseren Zuhörern so ein bisschen Denkstoff mitzugeben. Auf die restlichen Kilometer, vielleicht auf dem Weg zur Arbeit. Falls jetzt einer unserer Zuhörer auf ein Meeting zusteuert, wo Elefanten im Raum sind und die haben es alle gern gehört, dann stellen sie sich vielleicht jetzt gerade schon irgendwie wild im Meetingraum rumtröten ist die Frage wie Was ist denn? Oder gibt es irgendeinen sicheren? Gibt es irgendeinen sicheren Einstieg? Also sagen wir mal fast so wie eine Zauberwaffe, mit der man das Gespräch auf den auf den richtigen Schwerpunkt legen kann? Also gibt es, wenn jetzt ich möchte wieder darauf zurückgehen, wenn du mit den Unternehmen arbeitest und hast diese ganzen Elefanten im Raum skizziert. Was passiert ab da? Also was eröffnet eigentlich die, die jetzt oder was erreicht die Bereitschaft der Leute, sich diesen Elefanten zu widmen?
00:18:23: Jens Alsleben Also was auf jeden Fall erleichtert, ist die Erkenntnis, dass es die eigene Sicherheit und Perspektive nicht gefährdet, wenn man sich der Sache stellt. Also sprich, was du zum Beispiel sagtest, so nach dem Motto okay, Absolution für alles das, was war. Wir konzentrieren uns im Hier und Jetzt auf das, was relevant ist, um um positiv in die Zukunft zu kommen. Also wenn ich tatsächlich jemanden habe, der sagt, das ist überhaupt gar kein Problem, was war, das war. Und jetzt konzentrieren wir uns auf auf das, was relevant ist und gucken, dass wir nie wieder Elefanten im Raum produzieren. Und das hängen wir nicht an, an einzelne Personen. Das zweite ist, was du sagtest, auch der Humor natürlich, dass man eine gewisse mit einer gewissen Leichtigkeit an diese Themen rangeht und das nicht so verkopft macht, dass man auch merkt, das ist etwas, was belastet. Und in dem Moment, wo ich mich von dieser Last befreie, kann ich auch andere Themen mit einer größeren Leichtigkeit angehen.
00:19:35: Jens Alsleben Also auch da jemandem die Gewissheit geben, dass das dieser erste Schritt dazu führen wird, dass die Gesamtkommunikation eine völlig andere ist? Ja, und häufig, wenn ich jetzt dazu komme, als Dritter sozusagen, dann kann ich diese Dinge ansprechen, ohne dass dann in der Gruppe jemandem das Gesicht genommen wird. Ich kann vor allen Dingen auch sicherstellen, dass das so in den nächsten kommenden Wochen adressiert wird, dass die Leute merken, was das für einen Unterschied macht, Wenn auch diese Elefanten im Raum vernünftig, sachlich, aber auch mit Humor dann eingebaut werden und mit einem kleinen Elefanten auflösen, der keinem weh tut und sich dann langsam an die großen Elefanten vorarbeiten und vielleicht auch den einen oder anderen Elefanten im Raum stehen lassen, damit die Leute auch merken, wie es sich anfühlt, wenn bestimmte Dinge sich aufgelöst haben und andere eben nicht so lange, bis sie dann sagen Du, pass auf. Also das müssen wir uns auch noch um den Großen kümmern und dann aus sich heraus anfangen, diese Themen zu adressieren.
00:20:48: Jörg Weidenfeld Ich glaube, das ist ein super take away zu sagen, wenn wir erstmal uns trainieren müssen im Umgang mit den Elefanten. Wir fangen mit einem Kleinen an, wir kreieren Referenzerfahrungen darüber, wie cool es ist, wenn so ein Elefant aufgelöst ist und dann nach einigen von diesen dann auch vollkommen ohne Scheu dann auch sich im Größeren zu widmen, weil man schon vorher erlebt hat, Wie gut das enden kann und wird.
00:21:16: Jens Alsleben Genau.
00:21:18: Jörg Weidenfeld Sehr schön. Jetzt haben wir den Zoo erweitert. Der Säbelzahntiger hat einen Elefanten dazu bekommen. Und mal sehen, wie groß unser Zoo nach vorne hin wird. Wir hoffen, dass diese Episode euch wieder gut unterhalten hat und euch gut vorbereitet auf das, was diese Woche kommt.
00:21:35: Jens Alsleben Und beim nächsten Mal geht es um Unternehmenspolitik. Was hat eigentlich der Säbelzahntiger mit Politics zu tun?
00:21:45: Jens Alsleben Ih, ich sach ih. Ja. Politik.
00:21:49: Jörg Weidenfeld Ja, es wird sehr, sehr spannend.
00:21:51: Jens Alsleben Ja, genau. Genau.
00:21:54: Jens Alsleben Freuen wir uns drauf. Und denkt dran, habt euren Säbelzahntiger lieb. Er kann auch nichts dafür.
00:21:59: Jörg Weidenfeld Und wenn irgendeiner von euch eine Super Säbelzahntiger Story im eigenen Unternehmen erlebt, seid ihr herzlich willkommen. Die uns zuzusenden, mit uns in Kontakt zu treten. Und vielleicht machen wir mal eine Episode gemeinsam. Weil ich glaube, ein paar erfolgreiche Kriegsgeschichten im sinnvollen Kampf gegen den Säbelzahntiger oder in dessen Zähmung, besser gesagt, freuen uns natürlich sehr darüber, die mit euch zu teilen, weil ich glaube, dass die auch jeden anderen Hörer sehr ermutigt, auch immer jeden einzelnen Säbelzahntiger nacheinander zu zähmen, so dass sie Stück für Stück immer weniger werden.
00:22:35: Jens Alsleben Genau. Und wenn euch das Ganze gefällt, dann bitte kommentieren, liken, teilen. Und ja, verbreitet den Säbelzahntiger und vielleicht helfen wir uns dann gegenseitig auch ein Stück weit dabei, die eigenen Säbelzahntiger aufzulösen. Bis zum nächsten Mal. Macht's gut, Euer Jens und Jörg.
00:22:55: Jörg Weidenfeld Arrivederci.
00:22:56: Jens Alsleben Arrivederci, ciao ciao
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